Holz - WIKI

WISSEN rund um das Thema HOLZ

Als Werkstoff ist Holz ein Multitalent, welches in vielen Lebensbereichen eingesetzt werden kann.                                 Individualität hat einen Namen - HOLZ.

 

 

Inhalt

Kleine Holzkunde Baumarten Holz-Eigenschaften Holz kombinieren
Holzverarbeitung in Deutschland Holzarten Holz - Schädlinge Holzarten Übersicht
Bäume nach Splint und Kern Holzmerkmale Pflegetipps für Holz Nützliche Links

Kleine Holzkunde

Holz (von germanisch *holta, aus idg. *kl̩tˀo) bezeichnet allgemein das feste bzw. harte Gewebe der Sprossachsen (Stamm, Äste und Zweige) von Bäumen und Sträuchern. Botanisch wird Holz als das vom Kambium erzeugte sekundäre Xylem der Samenpflanzen beschrieben. Nach dieser Definition sind die holzigen Gewebe der Palmen und anderer höherer Pflanzen allerdings kein Holz im engeren Sinn.

 

Charakteristisch ist auch die Einlagerung von Lignin in den Zellwänden. In einer weitergehenden Definition wird Holz auch als lignifiziertes (verholztes) pflanzliches Gewebe bezeichnet. Historisch gesehen zählen Gehölze wohl zu den ältesten genutzten Pflanzen auf unserer Erde. Als vielseitiger, insbesondere aber stets nachwachsender Rohstoff stellt der Werkstoff Holz bis heute eines der wichtigsten Pflanzenprodukte für das verarbeitende Gewerbe dar.

 

nach oben

 

Weiterführende Informationen: www.schreiner-seiten.de

Holzverarbeitung in Deutschland

In Deutschland wurden 2016 insgesamt 52 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen (gerechnet ohne Rinde). Davon fielen 75 % des Holzeinschlags auf Nadelholzarten wie Fichte, Tanne, Douglasie, Kiefer und Lärche. Die Verteilung des Einschlags: 43 % des gesamten Einschlags erfolgte im Privatwald, weiter 35 % im Landeswald. Von den 52 Millionen Kubikmeter wurden 9,4 Millionen Kubikmeter (18 % des gesamten Holzeinschlags) als Energieholz genutzt.

 

Im Vergleich lag das Holzvolumen im Jahr 2006, dass für energetische Zwecke genutzt wurde, noch bei 8,3 Millionen Kubikmeter und mit einem Anteil am Gesamtholzeinschlag von 13 %. In der langfristigen Betrachtung ist eine Zunahme des Holzeinschlags feststellbar: Während im Durchschnitt der Jahre 2006 bis 2016 jährlich 56 Millionen Kubikmeter eingeschlagen wurden, waren zum Vergleich zwischen 1996 bis 2005 nur 45 Millionen Kubikmeter.

 

nach oben

 

Quelle: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Wirtschaftsbereiche/LandForstwirtschaftFischerei/WaldundHolz/WaldundHolz.html

Einteilung der Bäume nach Kern und Splint

Als Splintholz wird die aktive Zone des Stammes bezeichnet, die zur Speicherung von Nährstoffen (z.B. die 3-fache Menge an Wasser als wie das Kernholz), zum Transport von Wasser und Nährstoffen gebraucht wird.

 

Bei jungen Bäumen sind alle Pflanzenteile noch aktiv, wenn sich der Baum jedoch weiterentwickelt, dann wird nicht mehr der gesamte Stamm zum Nahrungstransport benötigt und der innere Teil verkernt. Der Splint liegt unter der Kambiumschicht und ist heller als das Kernholz.

  • Kernholzbaum: Splint und Kernholz unterscheiden sich klar durch Farbe; z.B. Kiefer, Lärche, Douglasie, Eibe, Eiche, Nußbaum, Pappel
  • Splintholzbaum: keine farbliche oder härtemäßige Unterscheidung zwischen Splintholz und Kernholz; z.B. Ahorn, Espe, Birke, Hainbuche, Erle
  • Reifholzbaum: das verkernte Reifholz unterscheidet sich farblich kaum vom Splintholz; z.B. Fichte, Tanne, Linde, Rotbuche
  • Kernreifholzbaum: farblich abgehobener Kern, verkerntes Reifholz, Splintholz; z.B. Rüster, Esche

 

nach oben

Baumarten (alphabetisch)

  • Ahorn, Apfelbaum,
  • Birke, Birnbaum, Buche
  • Douglasie
  • Eibe, Eiche, Elsbeere, Erle, Esche
  • Fichte
  • Hainbuche
  • Kiefer, Kirschbaum
  • Lärche, Linde
  • Nussbaum

 

nach oben

  • Pappel, Platane
  • Robinie, Rosskastanie, Rotbuche, Rüster
  • Schweizer Birnbaum
  • Tanne
  • Ulme
  • Weide
  • Zwetschge

Holzarten Übersicht

Siehe auch Holzkunde - Teil 1

 

Siehe auch Holzkunde - Teil 2

 

Siehe auch Holzkunde - Teil 3

Holzarten

  • Abachi, Afrormosia, Afzelia, Azobe
  • Bangkirai, Brasilkiefer, Bubinga
  • Eucalyptus,
  • Framire
  • Hemlock
  • Kambala, Khaya, Koto
  • Limba
  • Mahagoni, Makore, Mansonia, Meranti
  • Niangon
  • Okume
  • Padouk, Palisander, Pitchpine
  • Ramin, Red Cedar, Redwood
  • Sapelli, Sipo, Sucupira
  • Teak, Tiama, Tola
  • Wenge, Whitewood

 

nach oben

Holzmerkmale

Holz hat unterschiedliche Merkmale und Eigenheiten, die sich auf das Endprodukt auswirken. Die Eigenschaften führen dazu, dass je nach Baum- und Holzart die Preise unterschiedlich variieren.

 

Gute Holzqualität hat ihren höheren Grundpreis. Daneben bestimmen auch die weiteren Kosten (Meisterlohn, Energieaufwand, Personal, Betriebskosten u.a.) den Endpreis unserer Produkte. 

Merkmal                   Ausprägungen

Farbgruppen

  • Weiß, gelb, grün, rote, braun, schwarze Farben
Farbigkeit
  • Einfarbigkeit bei Birke, Erle, Fichte, Lunde
  • Zweifarbigkeit bei Eibe, Kiefer, Nußbaum, Ulme
Jahresringe
  • Sichtbare Ringe bei Lärche, Eiche
  • Undeutliche Ringe bei Erle, Birke
Maserung
  • Starke Ausprägung bei Kiefer, Lärche
  • Kaum Ausprägung bei Erle, Birnbaum
Poren
  • vorhanden sein bspw. bei Eiche, Esche, Birke
  • nicht vorhanden sein bspw. bei Fichte, Kiefer
Holzgewicht
  • Beispiel u.a. Ebenholz (sehr schwer)
  • Eiche und Esche (schwer)
  • Kiefer und Erle (leicht)

Holzeigenschaften

Holz ist ein Multitalent und ein Naturwerkstoff. Es ist ständig in Bewegung, daher ist eine gute Pflege unabdingbar. Folgende Eigenschaften können unterschieden werden:

  • Holzfeuchtigkeit: darrtrocken, lufttrocken, fasergesättigt, waldfrisch, wassergesättigt
  • Quellen und Schwinden
  • Dichte: Rohdichte (meist bei einem Feuchtesatz von 12%) - Verhältnis der Holzmasse mit Inhaltsstoffen und Feuchtigkeit zum Holzvolumen mit Hohlräumen  
  • Härte: Härtebestimmung erfolgt meist nach dem Kugeldruck-Messverfahren nach Brinell (HB) bei 12% Feuchte
  • Elastizität: Dehnungsfähigkeit
  • Festigkeiten: Zug, Druck, Biege, Scher, Torsion
  • Leitungsfähigkeit Elektrik: im trockenen Zustand wirkt Holz wie ein Isolator
  • Thermische Eigenschaften: Wärmeleitfähigkeit: gering, Spezifische Wärmekapazität, Heizwert, Flammpunkt
  • Akkustische Eigenschaften: Schwingfähigkeit (im Musikinstrumenten - Herstellung)
  • Chemische Eigenschaften: Holozellulose - Gerüstsubstanz der Zellwand bestehend aus Zellulosen (40%-60%) sowie Holzpolylosen (Hemizellulose) mit ca. 15%-35% und Lignin, als Bindesubstanz, die die Verholzung der Zellwände verursacht. Daneben existieren weitere Bestandteile wie Extraktstoffe  mit anorganischen und organischen Inhaltstoffen,  die die chemischen, biologischen und physikalischen Eigenschaften des Holzes beeinflussen, z.B. Lichtbeständigkeit, Brennbarkeit u.a. . Extraktstoffe können u.a. sein: Fette, Öle, Zucker, Holzgummi, Gerbstoffe, Alkaloide, Salze oder Mineralstoffe.

 

nach oben

Holz - Schädlinge

Insekten

Gewöhnliche Nagekäfer (Anobium punctatum), der Hausbock (Hylutrupes bajulus), gescheckte Nagekäfer (Xestibium rufovilosum) und der Trotzkopf (Coelostethus pertinax), der braune Splinztholzkäfer (Lyctus bruneus), Scheibenböcke, Holzwespen

Wenn Insektenschäden am Ausschlupfloch ersichtlich sind, dann hat der eigentliche Schaden an der Holzstruktur bereits begonnen. Erfolgt in solchen Fällen keine rechtzeitige Bekämpfungsmaßnahme, dann tritt ein nicht reparabler Schaden bis zur völligen Zerstörung der äußeren Splintholzschicht sowie auch über den gesamten Querschnitt des Holzes ein. Fehlende Sachkenntnis führt ebenso zu dauerhaften Schäden. Holzschäden werden hier oft erkannt, wenn Fachgeschäfte Sanierungen durchführen oder die Holzstatik schwächelt. Rechtzeitiges Erkennen und auch Zuordnung der verschiedenen Arten des Insektenbefalls beugt den Holzzerfall vor.

Pilze

Der Echte Hausschwamm, brauner Keller- oder Warzenschwamm, weißer Porenschwamm, Blättlinge

Bei Pilzbefall verliert das geschädigte Holz seine Festigkeit und Stabilität und kann das Holz komplett zerstören. Der Schaden kann verheerende Folgen haben, wenn es die Baustatik betrifft oder die tragenden Holzbalken nachgeben. Solche Schäden werden immer noch als Verstoß gegen § 3 (1) - Abwendung von Gefahr - der LBauO gewertet (baurechtswidriger Zustand) und muss beseitigt werden. Der Sachkundige muss verschiedene Fragen klären hinsichtlich der Herkunft, Wuchsrichtung, der Sanierungsgrenzen (Einbeziehung des örtlichen Befalls), des Alters und der Vitalität des Pilzes.

 

nach oben

Pflegetipps für Holz

Echtholzmöbel sind Naturprodukte und altern entsprechend. Nichtdestotrotz können Holzunikate mitunter Jahrhunderte überstehen, wenn ein paar wichtige Pflegetipps berücksichtigt werden.  Eine regelmäßige Pflege erhält das Holz über Jahre und Sie haben lange Freude an Ihrem Einzelstück. 

 

Echtholzmöbel sind Naturprodukte und altern entsprechend. Nichtdestotrotz können Holzunikate mitunter Jahrhunderte überstehen, wenn ein paar wichtige Pflegetipps berücksichtigt werden.  Eine regelmäßige Pflege erhält das Holz über Jahre und Sie haben lange Freude an Ihrem Einzelstück.

In unserer Anleitung finden Sie nützliche Pflegetipps für verschiedene Holz – Oberflächen:

 

Holzschäden

Kleinere Kratzer und Beschädigungen können selbst repariert werden. Große Beschädigungen sollten Sie uns als Fachmann überlassen. Gerne bereiten wir Ihnen ein Angebot vor und begutachten zuvor den entstandenen Schaden.

 

Reinigung von geölten oder gewachsten Oberflächen

Geölte und gewachste Oberflächen können mit einem leicht feuchten Tuch gereinigt und anschließend trocken nachgewischt werden. Lösehaltige Pflegemittel mit scheuernden Eigenschaften sind zu vermeiden.

 

Naturbelassene Oberflächen sollten täglich gepflegt werden. Flüssigkeiten sollten vermieden werden, da diese zu Wasserflecken führen können. Bei leichten Kratzern ist ein sanfter Anschliff möglich und dann muss die betroffene Stelle mit Öl oder Wachs nachgepflegt werden.

 

Hinweis: Vorsicht ist geboten mit Umgang von mit Öl getränkten Tüchern und Lappen, da diese sich selbst entzünden können. Diese Tücher auswaschen und dann entsprechend entsorgen.

 

Reinigung von lackierten Oberflächen mit Klar- oder Farblack

Die Reinigung sollte mit einem trockenen Staubtuch erfolgen. Hartnäckige Verschmutzungen können mit einem weichen, leicht feuchten Tuch beseitigt werden. Bitte nur etwas Seifenlauge hierfür verwenden und danach trocken abwischen.

 

Hinweis:

Furnierte und lackierte Oberflächen bitte immer in Faserrichtung reinigen, damit die in den Poren sitzenden Verschmutzungen gründlich entfernt werden.

 

Nicht empfehlenswert sind handelsübliche, silikonhaltige Pflegemittel, da diese auf lange Sicht die Oberfläche angreifen und sich nicht mehr entfernen lassen.

 

Kunststoffbeschichtete Oberflächen:

Reinigen Sie mit einem weichen, trockenen und leicht feuchten Tuch. Falls nötig, verwenden Sie ein wenig Seifenwasser. Das Nachtrockenen verhindert die Schlierenbildung. Auf keinen Fall dürfen scheuernde Reinigungs- und Lösungsmittel verwendet werden.

 

nach oben

Pflegetipps-Wiedeking
Holz - Pflegetipps_Schreinerei Wiedeking[...]
PDF-Dokument [57.8 KB]

Holz kombinieren

Verschiedene Holzarten in der Inneneinrichtung zu kombinieren verlangt eine genaue Analyse der unterschiedlichen Holzarten.

 

Sie wollen Ideen mitnehmen oder wissen im Augenblick nicht, wie unterschiedliche Möbel und Holzarten kombiniert werden können?

 

Schauen Sie doch einfach bei DEAVITA vorbei, wo Sie interessante Designs in 15 verschiedenen Kombinationen vorfinden können. Grenzen gibt es nicht - erfüllen Sie sich Ihren Holz - Traum!

 

Wir helfen Ihnen gerne dabei.

 

nach oben

Nützliche Links:

Rund um das Thema Holz:

http://www.holzwissen.net/

 

Handwerkskammer Düsseldorf:

https://www.hwk-duesseldorf.de/

 

Bundesstatistikamt Wiesbaden

https://de.statista.com/themen/618/handwerk/

 

Wikipedia: Thema Holz

https://de.wikipedia.org/wiki/Holz

 

Verwendungsmöglichkeiten von Holz:

http://www.heimwerker.de/holzwerken/holzarten-und-hoelzer.html

 

Messe HOLZ-Handwerk in Nürnberg: nächster Termin am 21.03.2018 bis 24.03.2018

https://www.nuernbergmesse.de/de/veranstaltungen/kalender/holz-handwerk

 

Schöner Wohnen – hilfreiche Einrichtungstipps:

http://www.schoener-wohnen.de/9618-thma-holzarten

 

Landeskriminalamt NRW

Adressennachweise von Errichterunternehmen von mechanischen Sicherungseinrichtungen sowie von elektronischen Überfall- und Einbruchmeldeanlagen

http://www.polizei.nrw.de/artikel__13180.html

 

Kreditanstalt für Wiederaufbau - KfW

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilie/Einbruchschutz/

 

nach oben

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Schreinerei Wiedeking I Impressum I Datenschutzhinweise